Der Bauleiter berichtet
Wie ihr wahrscheinlich alle schon gesehen habt, werden auf unserem Schulhof momentan die Container aufgebaut.
Da wir ein paar Fragen hatten, die ihr eventuell auch habt, haben wir uns dafür entschieden mit einem der Baustellenmitarbeiter zu sprechen. Daraufhin haben wir Herrn Agur interviewt, der für mehr Klarheit gesorgt hat.
GEOnline: Wie heißen Sie und von welcher Firma kommen Sie?
Ich bin Alpay Agur und arbeite bei Fagsi-Mobile Räume.
GEOnline: Wie langen machen Sie ihren Job schon?
Alpay Agur: Ich arbeite hier seit 2022, also seit 4 Jahren.
GEOnline: Wieviel wiegt so ein Container?
Alpay Agur: Der schwerste Container ist das Treppenhaus mit 8,5 Tonnen.
GEOnline: Wie lange dauert ein Aufbau?
Alpay Agur: Bis ein einziger Container vom LKW runter ist und auf der Fläche steht, dauert es rund 30 Minuten.
GEOnline: Was haben Sie sonst noch für Aufgabenbereiche?
Alpay Agur: Wir bauen nur Container auf. Zum Beispiel machen wir Schul- und Bürogebäude und Kitas.
GEOnline: Ist es schwer, den Kran zu bedienen?
Alpay Agur: Nur der Kranführer darf den Kran bedienen. Man muss einen Bedienerschein machen. Der ist nicht mal eben so wie ein Autoführerschein gemacht. Es ist also dementsprechend relativ kompliziert.
GEOnline: Was halten Sie selbst von den Containern?
Alpay Agur: Um es einmal schnell zu sagen: Ich finde die Container sehr sinnvoll. Sie sind schnell aufgebaut und schaffen natürlich guten Raum. Später, wenn die Fassade drum ist, werdet ihr vor allem merken, dass man gar nicht mehr erkennt, dass das Container sind.
GEOnline: Wie sieht die besagte Fassade aus?
Alpay Agur: Rot. Das sind Eternitplatten.
An Hamburger Schulen gibt es bereits seit vielen Jahren an die 300 Container. Diese dienen dort aber leider nicht als Zwischenlösung (wie bei uns) geplant, sondern sind teilweise bereits über 10 Jahre in Betrieb. Da hat sich herausgestellt, dass es mehrere Nachteile an dem Containersystem gibt. Im Winter ist es beispielsweise besonders kalt, sodass Schüler Jacken tragen müssen und im Sommer betragen die Temperaturen in den Containern bis zu 30 Grad. Hoffentlich werden unsere Container keine Dauerlösung und es gibt nicht zu viele Probleme.
Titelbild: Anna Diecks