Diesmal kein „Neues Jahr, neues Ich“, sondern: „Neues Jahr, neue Gesetze.“ Ja, Gesetze und keine Vorsätze, denn nicht nur die Jahreszahl ändert sich.
Das Deutschlandticket
Die Preise des Deutschlandtickets steigen: Der Preis für das Deutschlandticket lag bei 58 Euro, jedoch wurde er am 1. Januar 2026 um 5 Euro (8 %) auf 63 Euro erhöht. Einige Videos, die auf Plattformen wie z. B. TikTok zu finden sind, handeln von Beschwerden darüber, dass das Ticket zu teuer sei. Der Preis steige jedes Jahr, und diese Aussage ist für die letzten Jahre tatsächlich zutreffend, da er 2024 von 48 Euro um 18 % auf 53 Euro stieg und nun erneut erhöht wird. Durchschnittlich steigen die Preise um etwa 4–6 % pro Jahr. Aber keine Sorge, die Preise steigen nicht grundlos. Der Hintergrund ist, dass sie an die Betriebskosten und die Finanzierungen der Bundesländer angepasst werden.
Spritpreise
Auch die Spritpreise für Diesel und Super E10 steigen zum Jahresbeginn aufgrund eines zu hohen CO₂-Verbrauchs. Sie erhöhen sich jeweils um 3 Cent pro Liter, nachdem sie seit 2022 immer leicht gesunken waren.
Digitaler Führerschein
Der digitale Führerschein soll Ende 2026 oder Anfang 2027 den normalen Führerschein ergänzen.
Bislang wird er nur in Deutschland gültig sein. Wer in andere Länder reist, muss weiterhin den Kartenführerschein mit sich führen.
Der digitale Führerschein soll Fahrzeugkontrollen und das Mieten von Mietautos erleichtern. Die Mitführungspflicht eines der beiden Ausweisdokumente wird jedoch weiterhin bestehen. Bei einem leeren Akku muss man beispielsweise mit einer Verwarnung rechnen, da – wie beim physischen Führerschein – meist eine Strafe von 10 Euro bei einer Erstverwarnung anfällt.
Notrufsystem
In jedem Auto musste seit 2018 das 112-eCall-System eingebaut sein. Dieses wird 2026 durch den neuen Next Generation eCall, kurz NG eCall, ersetzt. Im Gegensatz zum alten Notrufsystem nutzt das neue System 4G und 5G statt 2G und 3G. Dadurch wird der Notruf, der bei einem Unfall automatisch die 112 anruft sowie die Unfallstelle und die Anzahl der Insassen übermittelt, deutlich schneller.
Mindestlohn
Der Mindestlohn steigt 2026 um 1,08 Euro auf 13,90 Euro und 2027 auf 14,60 Euro. Er soll vor Dumpinglöhnen schützen und einen Mindestschutz für Arbeitnehmer gewährleisten.
Soziale Medien
Seit November 2025 ist eine Altersbeschränkung für soziale Medien auf allen Seiten umstritten. Diese Diskussion wird von den Parteien CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt. Das Verbot für unter 14- beziehungsweise 16-Jährige soll Probleme wie Cybermobbing, psychische Erkrankungen, Suchtverhalten, ungeeignete Inhalte sowie den Kontakt zu fremden Personen verringern.
Außerdem soll dieses Verbot einige Minderjährige entlasten und ihnen helfen, sich stärker auf Schule, Freunde und andere wichtige Bereiche ihres Lebens zu konzentrieren. Seit Februar 2025 wird darüber diskutiert, ob diese Altersbeschränkung ab 14 oder 16 Jahren gelten soll. Die endgültige Entscheidung ist für September 2026 geplant und soll deutschlandweit gelten.
Titelbild: pixabay.com