In der Nacht von Sonntag auf Montag startete unsere Kursfahrt nach Mailand.
Nach einer langen, viel zu warmen Busfahrt – der Busfahrer hatte offenbar nicht ganz verstanden, dass wir gerne die Klimaanlage eingeschaltet hätten – erreichten wir am nächsten Morgen endlich unser Ziel. Müde, aber gespannt auf die kommenden Tage, bezogen wir unser Hotel und machten uns anschließend selbstständig auf Erkundungstour durch die Stadt.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen von Kultur und Wissenschaft. Auf dem Programm stand zunächst eine spannende Stadtführung durch Mailand, bei der wir viele interessante Einblicke in die Geschichte und Architektur der Metropole erhielten, aber auch Insidertipps, die wie in den nächsten Tagen noch zu nutzen werden würden.
Danach trennten sich die beiden Kurse: Der Informatikkurs besuchte das Leonardo-da-Vinci-Museum, während der Geschichtskurs den beeindruckenden Mailänder Dom besichtigte und anschließend das dazugehörige Museum erkundete.
Am Mittwoch fuhren beide Kurse gemeinsam an den Comer See, genauer gesagt in die Stadt Como. Dort genossen wir das wunderschöne Panorama, spazierten durch die Altstadt und ließen uns von der entspannten Atmosphäre verzaubern.
Der Donnerstag bot dann wieder verschiedene Aktivitäten zur Auswahl: Einige Schüler machten sich auf den Weg in die Stadt Monza, um dort unter anderem die berühmte Rennstrecke zu besichtigen. Der ehemalige Teil der Rennstrecke wurde zur Abwechslung einmal als Kletterparcours genutzt – eine willkommene Gelegenheit, sich sportlich auszutoben. Schon die Hinfahrt hatte aufgrund der abenteuerlichen Fahrkünste unseres Busfahrers einigen die Nerven geraubt, und spätestens auf der Rückfahrt war dann auch der Rest der Gruppe an der Belastungsgrenze. Der Bus fuhr uns direkt vor der Nase davon, und nach einem erfolglosen Sprint blieb uns nichts anderes übrig, als den Weg zu Fuß fortzusetzen – eine ungeplante, aber durchaus erinnerungswürdige Wanderung zum Bahnhof.
Andere zog es in das kleine Dorf Calolziocorte, von wo aus sie eine Wanderung in das Bergdorf Erve unternahmen. Obwohl die Temperaturen hoch waren und der Aufstieg anstrengend war, wurde die Mühe mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.
Zurück in Mailand ließen wir den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen – der Informatikkurs bei Pizza, der Geschichtskurs bei Pasta.
Für den Geschichtskurs war der Abend damit aber noch nicht vorbei: Gemeinsam mit Herrn Voelkner ging es anschließend noch in eine Karaoke-bar, wo die Stimmung ausgelassen war und viele ihren Mut zum Singen entdeckten – ein perfekter Abschluss für unsere gemeinsame Zeit in Italien.
Am Freitag hieß es schließlich Abschied nehmen. Bis zur Abfahrt um 18 Uhr hatten wir noch einmal Gelegenheit, Mailand auf eigene Faust zu erkunden, Souvenirs zu kaufen oder einfach ein letztes italienisches Eis zu genießen. Dann begann die Heimreise – etwas kühler als die Hinfahrt, aber mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck.


Fotos: Greta Dolleck