Das Buch „Die grüne Wolke“ erschien im Jahr 1938 unter dem originalen Titel „The Last Man Alive“, geschrieben von Alexander Sutherland Neill.
Die Entstehung der Geschichte:
Alexander Sutherland Neill lebte vom 17. Oktober 1883 bis zum 23. September 1973 und leitete lange Zeit das Internat Summerhill in England, über welches es ebenfalls einen guten Artikel bei uns gibt! 😉 Dort erzählte er abends den Kindern im Internat Gute-Nacht-Geschichten. Diese Geschichten schrieb Neill später in einem Buch zusammen. Das ist auch am Schreibstil zu erkennen. Nach jedem Kapitel steht eine Unterhaltung zwischen Alexander Neill und den Schülern von Summerhill. Dort kritisieren die Kinder die Geschichte, während ihr Schulleiter versucht, sich zu rechtfertigen. Zuerst ist der Text aus der Sicht von Neill selbst geschrieben, danach wechselt die Perspektive auch noch einmal.
Worum es geht:
Die Geschichte handelt von acht Schülern des Internats Summerhill und ihrem Lehrer Neill, die verschiedene Abenteuer bestehen müssen. Alles beginnt damit, dass der 99-fache Millionär Pyecraft mit seinem Luftschiff zum Internat Summerhill fliegt. Er nimmt Alexander Neill und seine Schülern zu einem Ausflug über die Wolken mit. Währenddessen erscheint am Himmel eine mysteriöse grüne Wolke, die aber bald wieder verschwindet. Als das Luftschiff wieder landet, sind alle Menschen zu Stein erstarrt. Von da an denken Pyecraft, Neill und die Schüler, dass sie die letzten Menschen auf der Welt sind. Im Laufe der Zeit reisen sie an unterschiedliche Orte der Welt, müssen gegen Hunde und Zootiere kämpfen. Später stellt sich heraus, dass sie doch nicht die allerletzten Menschen auf der Erde sind. Leider aber sind die anderen Überlebenden alles andere als freundlich und so müssen Neill, Pyecraft und die Kinder noch einige Begegnungen mit unliebsamen Gesellen meistern.
Meine Meinung dazu:
„Die Grüne Wolke“ ist auf alle Fälle ein empfehlenswertes Buch für Erwachsene und Kinder. Es ist sehr interessant, zu lesen, was den Schülern des Internats Summerhill gefallen hat, denn Alexander Neill hat seine Geschichten dem angepasst, was die Kinder beschäftigte und was diese hören wollten, beispielsweise spannende Kämpfe mit fiesen Verbrechern. An vielen Stellen ist das Buch recht makaber und blutrünstig, zum Beispiel als eine Schülerin gegen zwei Löwen kämpfen muss. Es ist aber auch sehr lustig, besonders die Orte, die die Schüler besuchen wollen, als sie verstehen, dass sie mit dem Luftschiff überall hinreisen können, jetzt wo alle anderen Menschen zu Stein erstarrt sind. Herr Steinberg hat mir das Buch empfohlen, da er es auch ziemlich witzig fand und es deshalb gern gelesen hat. Insgesamt bewerte ich das Buch mit vier von fünf Sternen.
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