Anfang März konnten Urlauber und Einwohner an der Ostsee etwas ganz Erstaunliches entdecken: einen Buckelwal! Dieser Buckelwal hatte sich in einem Netz im Hafen von Wismar verfangen, konnte allerdings von der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr befreit werden. Daraufhin verließ er den Hafen auch wieder. Leider strandete er kurz danach nahe des Timmendorfer Strandes. Viele Politiker und Experten haben darüber gerätselt, wieso der Wal dort gelandet ist und auch, wie man ihm helfen kann. Leider wusste darauf keiner so richtig eine Antwort. Auf die Frage, wie der Buckelwal überhaupt in die Ostsee gelangen konnte, gibt es die Vermutung, dass er einem Fischschwarm durch die Lübecker Bucht bis in die Ostsee folgte. Schließlich kam der Entschluss auf, dass vor dem Wal mit Baggern eine tiefe Rinne gebuddelt werden würde, durch die der Buckelwal zurück in den Atlantischen Ozean schwimmen könnte.
Stattdessen setzte der Buckelwal nach dem Verlassen der Sandbank in der Wismarer Bucht auf. Dort wurde erstmal nichts unternommen, da der Wal in einem sehr schlechten Zustand war. Durch die viele Sonne war seine Haut völlig ausgetrocknet und er atmete immer unregelmäßiger. Mittlerweile kam die Vermutung auf, ob der Buckelwal sich absichtlich hatte in die Bucht treiben lassen, um dort in Ruhe zu sterben, da es ihm nicht mehr gut ging. Glücklicherweise bewegte der Buckelwal, der nun bereits seinen Namen „Timmy“ erhalten hatte, sich aus eigenem Antrieb heraus bei leicht höherem Wasserstand aus der Bucht.
Weit kam er aber wieder nicht, denn kurz darauf lag er vor Poel im seichten Wasser. Es wurde beschlossen, dass nun keine weiteren Rettungsversuche mehr unternommen werden würden, schließlich konnte der Wal sich auch vorher schon mit Hilfe nicht befreien.
Nun ist der Wal bereits das vierte mal gestrandet.
Später gab es doch noch die Idee, den Wal mit Luftkissen zurück in den Atlantik zu bugsieren, aber der Ausgang davon ist noch ungewiss. Wir alle hoffen sehr, dass es dem Wal doch noch gelingt, seinen Weg zurück nach Hause zu finden!