Könnt ihr euch noch an die Corona-Pandemie erinnern? Alle mussten zu Hause bleiben und beim Rausgehen bringe man sich laut Forschern selbst in Gefahr. Alles Schnee von gestern? Nicht wirklich. Anfang Januar sorgte das Sturmtief Elli für eine ähnliche Situation.
Für einige Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen bestand am Abend des 08.01.2026 großer Grund zur Freude. Fast alle Städte und Landkreise beschlossen, für den 09.01. den Schulbetrieb einzustellen.
Wie schlimm Elli nun wirklich war, lest ihr hier.
Was brachte Elli mit sich?
Schon einige Tage zuvor war klar, dass ein Wintertief, welches sich über dem Nordatlantik entwickelte, Deutschland stark beeinflussen wird. Glatteis und eine Schneehöhe bis zu 30 cm, welche besonders für Norddeutschland äußerst ungewöhnlich scheint, schränkten Oldenburg und Region an diesem Freitag sehr ein. So ein hoher Schnee ist für den Norden einzigartig. Da Elli ein Sturmtief war, wurde es selbstverständlich auch windig, aber der Wind allein war nicht die große Gefahr. Starker Wind und Schnee in Kombination sind hier der auschlaggebende Punkt. Damit entwickelt sich nämlich eine ,,weiße Schicht‘‘, die man auch Schneefegen nennt. Dadurch werden Straßen verweht und es besteht die Gefahr, dass Autos, Busse und auch Züge stecken bleiben können.
Wie kam die Entscheidung zustande?
An diesem Donnerstagabend war für viele von uns die Freude sicherlich riesig. Die Stadt Oldenburg beschloss: Schulausfall an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen. Neben dem Landkreis und der Stadt Oldenburg entschieden sich zum Beispiel auch das Ammerland, Cloppenburg, Delmenhorst, die Wesermarsch und fast alle Städte und Landkreise Niedersachsens dafür, dass kein Präsenzunterricht stattfindet. Warum die Städte und Landkreise dies taten, war klar. Der Schulweg für Schüler sei durch Schneewehen und die Glätte zu gefährlich. Teilweise konnten Wege nicht geräumt werden und somit keine (Schul-)Busse fahren. Durch die Windböen bestand zusätzlich die Gefahr von herabfallenden Ästen, welche besonders auf dem Schulweg gefährlich werden können. Das Verkehrschaos allgemein war an diesem Tag groß und der Winterdienst war dauerhaft im Einsatz.
Wie ist Elli einzuordnen?
Sturmtiefs wie Elli gehören zum typischen Wettergeschehen, besonders in den Herbst- und Wintermonaten, sie sind also nicht ungewöhnlich. Im Vergleich zu anderen Tiefs war Elli stärker als gewöhnlich. Es entwickelte sich schnell und brachte kräftige Böen mit sich.
Schon gewusst?
Die Namen eines Sturmtiefs entscheidet der Winterdienst, damit Warnungen leichter verstanden werden können.
Heutzutage können Stürme mehr Schaden anrichten als früher, da die Städte dichter bebaut sind.
Bäume fallen bei Sturm oft nicht wegen des Windes, sondern wegen nassen Bodens.
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